Christoph Wildensee

 
         



 

 


 

 

Risikomanagement und Interne Revision

Durch das   KonTraG - Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich  -  ist die allgemeine Leitungsaufgabe und die Sorgfaltspflicht des Vorstandes erstmals für die Teilbereiche Risikomanagement und Überwachung gesetzlich besonders hervorgehoben worden.  Aus der Gesetzesvorlage und aus der Begründung zum KonTraG folgt, dass der Gesetzgeber folgende Instrumente fordert:

  • Risikomanagement
  • Internes Überwachungs-/Kontrollsystem
    (IKS/IÜS; einschließlich Interner Revision)
  • Risiko-Controlling
  • Frühwarnsystem über unternehmensgefährdende Risiken

Bestehende und potentielle Risiken sollen vermieden oder zumindest auf ein kalkulierbares Maß vermindert werden (Präventivfunktion des Überwachungssystems). Sinnvoll ist hierbei, die Funktionsfähigkeit der Maßnahmen des Risikomanagements durch umfassende Prüfungen festzustellen und - falls erforderlich und möglich - zu korrigieren (Korrekturfunktion des Überwachungssystems).



Hervorzuheben ist, dass keine Prüfungsinstanz - weder ein interner Berater noch ein externer Dienstleister - der Führungskraft die Verantwortung abnehmen kann. Jedoch kann die Interne Revision den adäquaten Umgang mit Risiken aufzeigen. Dieses beinhaltet sowohl das Identifizieren der positiven Erfolgsfaktoren und sich daraus ergebende Potentiale als auch die negativen Faktoren, die als Risiken einzugrenzen sind.
Risikoerkennung und der sichere Umgang mit diesen ist eine wesentliche Aufgabe des Managements - delegiert bis in die operative Ebene. Dieser Eingrenzung kann sich keine Unternehmens-, Center- oder Bereichsführung entziehen, zumal die Risiken - wenn auch nicht immer offensichtlich - immanent vorhanden sind.



Frühwarn- und Überwachungssystem

Während es sich bei Frühwarnsystemen um Instrumente handelt, um die Risiken eines Verantwortungsbereiches rechtzeitig zu erkennen, ggf. zu prognostizieren und angemessen zu reagieren, handelt es sich beim Risiko-Controlling um die zielorientierte Koordination von Planung, Informationsversorgung, Kontrolle und Steuerung. Die Zielsetzung besteht in der Erreichung und Erhaltung der Reaktionsfähigkeit, der Anpassungsfähigkeit und der Koordinationsfähigkeit.
Das interne Überwachungssystem besteht aus:

  • organisatorischen Sicherungsmaßnahmen 
  • internen Kontrollen und 
  • Interner Revision. 

Die Aufgaben der Internen Revision umfassen dabei u.a. folgende Bereiche:

  • Grundsätzliche Schwachstellen- und Risikoanalyse 
  • Prüfungen der operativen Bereiche (Functional Auditing) 
  • Prüfungen im organisatorischen Umfeld (Operational Auditing) 
  • Prüfungen der Managementleistungen (Management Auditing) 
  • Beratung, Begutachtung und Entwicklung von Verbesserungsvorschlägen
    (Internal Consulting) 

Klar festzuhalten ist, dass die Führungskraft selbstverständlich überwiegend die gefährdenden Risiken im Blickpunkt hat. Entsprechend setzt die zielführende Beratung durch die Interne Revision voraus, dass sie ihre Prüfungshandlungen stärker risikoorientiert ausrichtet.

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  Beispiele für Unternehmensrisiken
 



 

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